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AUGENHEILKUNDE
214/1999 HEFT
5
Abstracts:
-
Effet du Naftidrofuryl (Praxilène®) sur le flux
sanguin de la tête du nerf optique du patient glaucomateux Farid
Achache, Patrick Titzé, Armand Movaffaghy, André Mermoud
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Membrangebundene Carboanhydrase (CA IV) im menschlichen kornealen
Epi- und Endothel Thomas J Wolfensberger, Isabelle Mahieu, Nicholas
D Carter, Etienne Hollande, Matthias Böhnke
-
Farb- und Formveränderungen der Iris Josef
Wollensak
-
Titrierbare intraoperative Anästhesie und postoperative
Analgesie Wido M. Budde, Jost B. Jonas, Thomas M. Hemmerling, Michael
Dinkel
-
Mechanisches Modell für Okular-Pulsatilfluß zur
Prüfung des ,Ocular Blood Flow' (OBF)-Gerätes mit bekannten
Druckpulsationen Phillip Hendrickson
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Mechanisches Fundusperfusions-Modell:
Blutflußgeschwindigkeiten ermittelt durch ICG-Angiographie und Heidelberg
Retina Flowmetry Phillip Hendrickson, Therese DeMel, John C.
Peterson
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Complications secondaires à la chirurgie des membranes
épirétiniennes Guy Donati, Anastasios D. Kapetanios,
Constantin J. Pournaras
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Donneurs de NO et occlusion veineuse rétinienne
Guy Donati, Anastasius D. Kapetanios, Constantin J. Pournaras
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Résultats et complications de la chirurgie des trous
maculaires idiopathiques Anastasios D. Kapetanios, Guy Donati, Constantin
J. Pournaras
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Mesure du flux sanguin choroïdien au moyen d'un nouvel
instrument laser Doppler confocal Martial H. Geiser, Charles E. Riva,
Ulrich Diermann
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Das Elektroretinogramm (ERG) der Maus: normative Werte, optimierte
Stimulation und Ableitung Nicole Kueng-Hitz, Pascal Rol, Günter
Niemeyer
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Zentrale Hornhauterkrankungen Beatrice E. Frueh
-
Untersuchung der Papille und Nervenfaserschicht beim Glaukom
Daniel S. Mojon, André Mermoud
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Austritt des retinalen Zentralgefäßstammes und
Ausprägung der parapapillären Atrophie Wido M. Budde, Jost
B. Jonas, János Németh, Anselm E. Gründler
-
Effet d'une diminution de la pression de perfusion oculaire
sur le flux sanguin dans l'iris mesuré par fluxmétrie laser
Doppler* Stéphane R. Chamot, Armand Movaffaghy, Benno L. Petrig,
Charles E. Riva
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Erkrankungen der vitreomakulären Grenzfläche
Fritz Koerner, Justus Garweg
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Makulaödem: Vom Symptom zur Diagnose Peter
Bischoff
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Examen du fond d'oeil dans le cadre d'une affection à
VIH: quoi de neuf? Yan Guex-Crosier
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Phénomènes endoptiques et acuité visuelle
potentielle Stavros A. Dimitrakos
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Hallucinations et illusions visuelles, des symptomes souvent
méconnus du praticien François-Xavier Borruat
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Vom Symptom zur Elektroretinographie-Diagnose
Günter Niemeyer
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Leucocorie chez l'enfant: une urgence et un défi
Aubin Balmer, Francis Munier
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Ophthalmologische Untersuchung des Kleinkindes Corina
Klaeger-Manzanell
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Le strabisme concomitant: du strabisme aux syndromes
strabiques André Roth
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Diplopie: Vom Symptom zur Diagnose Hedwig J. Kaiser
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60 Jahre Alfred-Vogt-Stiftung. Die Preisträger und ihre
Arbeiten Frank M. Sens, Balder P. Gloor
S. 260-262 (Art. 500)
Effet du Naftidrofuryl
(Praxilène®) sur le flux sanguin de la tête du nerf optique
du patient glaucomateux
Farid Achache, Patrick Titzé, Armand Movaffaghy,
André Mermoud
Zusammenfassung
Hintergrund Bestimmung des Effektes eines S2 spezifischen
antiserotoninergen Pharmakon (Naftidrofuryl) auf den Blutfluß im Sehnerven
bei Glaukompatienten.
Methode Bei 11 Glaukompatienten wurden mit Laserdopplertechnik folgende
Daten gemessen: Der Blutfluß, die Strömungsgeschwindigkeit und
das Blutvolumen. Gemessen wurde an zwei Stellen des Sehnervens. Am Rande
der Papille und im Zentrum der Exkavation. Die Messungen wurden vor, sowie
1 und 2 Stunden nach Einnahme von Naftidrofuryl durchgeführt. Die Messungen
wurden nach 1 Woche Medikamenteneinnahme wiederholt.
Resultate Es konnte eine Verbesserung des Perfusionsdruckes (pp0,02)
und eine Erhöhung des mittleren Arteriendruckes in der arteria ophthalmica
nachgewiesen werden (pp0,03).
Schlußfolgerungen In einem kurzen Zeitverlauf kann die Einnahme
von Naftidrofuryl die Perfusion im Sehnerven des Glaukompatienten verbessern.
Weitere Untersuchungen sind notwendig.
Schlüsserwörter Naftidrofuryl - Durchblutung des Sehnerven
- Laser-Doppler-Messung
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S. 263-265 (Art. 501)
Membrangebundene Carboanhydrase (CA
IV) im menschlichen kornealen Epi- und Endothel
Thomas J Wolfensberger, Isabelle Mahieu, Nicholas D Carter,
Etienne Hollande, Matthias Böhnke
Zusammenfassung
Fragestellung Aktiver HCO3P-Transport vom Stroma durch die
Endothelzellschicht führt zu einer Dehydration der Hornhaut.
Transmembranaler HCO3P-Transport wurde zudem mit dem kürzlich
charakterisierten membrangebundenen Isoenzym der Carboanhydrase (CA IV) in
verschiedenen Organen assoziiert. Wir untersuchten die Lokalisation von CA
IV in frischem und kultiviertem Epi- und Endothel mittels Licht- (LM) und
Elektronenmikroskopie (EM).
Methoden Mittels der gereinigten g-Globulin-Fraktion eines polyklonalen
Huhn-anti-hCA-IV-Antikörpers wurde das Enzym immunhistochemisch in
post-mortalem Hornhäuten mittels LM sowie in Epi- und Endothelzellkulturen
mittels LM- und EM-Immunhistochemie untersucht.
Resultate LM des frischen Gewebes zeigte CA-IV-Immunreaktivität
in der ganzen Zirkumferenz der Endothelzellmembran sowie in einigen Zellen
der Basalzellschicht des Epithels. Immunhistochemie mit EM zeigte deutliche
auf die Zellmembran beschränkte Immunreaktivität der konfluenten
Kulturen von Epi- und Endothelzellen.
Schlußfolgerung Die Lokalisation von CA IV in der Zellmembran
von frischem und kultiviertem cornealen Endothel weist auf das Vorhandensein
eines membrangebundenen Ionenaustauschmechanismus hin, der für den HCO3P-
sowie Flüssigkeitstransport vom Stroma in die Vorderkammer wichtig sein
könnte. Die Kompromittierung dieses Mechanismus im Rahmen einer Therapie
mit lokalen Carboanhydrasehemmern könnte bei gewissen cornealen Pathologien
von klinischer Bedeutung sein.
Schlüsselwörter Membrangebundene Carboanhydrase - Hornhaut
- Epithel - Endothel
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S. 266-269 (Art. 502)
Farb- und Formveränderungen der
Iris
Josef Wollensak
Zusammenfassung
Hintergrund Die hohe Variabilität von Struktur und Farbe der
Iris kann in vielen Fällen diagnostische Hinweise geben.
Methode Übersicht über die mannigfaltigen Veränderungen
der Iris und möglichen Blickdiagnosen.
Resultate Morphologie, Ätiologie und Therapie von
Irisveränderungen in kurzen Hinweisen.
Schlüsselwörter Iris - Form - Farbe - Tumoren
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S. 270-271 (Art. 525)
Titrierbare intraoperative Anästhesie
und postoperative Analgesie
Wido M. Budde, Jost B. Jonas, Thomas M. Hemmerling, Michael
Dinkel
Zusammenfassung
Fragestellung Ziel dieser Pilotstudie war, einen temporären
Retrobulbärkatheter für die wiederholbare Anästhetika-injektion
zur intraoperativen Lokalanästhesie und zur postoperativen Analgesie
zu untersuchen.
Methoden Die Studie beinhaltete 40 Patienten, bei denen eine
Pars-plana-Vitrektomie (np24) oder eine retinale und Zyklokryokoagulation
(np16) durchgeführt wurde. Nach Retrobulbärinjektion durch eine
23G Kanüle wurde ein handelsüblicher 28G Spinalkatheter durch die
Kanüle in den Retrobulbärraum vorgeschoben. Bei Schmerzsensationen
peri- oder bis zu 24h postoperativ wurden durch den Katheter
Lokalanästhetika nachinjiziert.
Ergebnisse 13 Patienten benötigten im Rahmen einer
Pars-plana-Vitrektomie intraoperativ eine Nachinjektion. 13 Patienten nach
Pars-plana-Vitrektomie und alle Patienten nach Zyklokryokoagulationen erhielten
postoperativ bis zu 6 Nachinjektionen zur Analgesie nach jeweils 1,3-5 Stunden.
Jeweils nach 2 Minuten wurde Schmerzfreiheit erreicht. Die Entfernung des
Katheters 24 Stunden nach der Operation erfolgte komplikationslos.
Schlußfolgerungen Ein temporärer Retrobulbärkatheter
ermöglicht die wiederholbare Injektion von Lokalanästhetika und
kann somit zur titrierbaren intraoperativen Anästhesie und postoperativen
Analgesie eingesetzt werden.
Schlüsselwörter Lokalanästhesie - Intraokulare Chirurgie
- Katheter
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S. 272-274 (Art. 503)
Mechanisches Modell für
Okular-Pulsatilfluß zur Prüfung des ,Ocular Blood Flow'
(OBF)-Gerätes mit bekannten Druckpulsationen
Phillip Hendrickson
Zusammenfassung
Hintergrund Die Augenperfusion besteht aus glattem und pulsatilem
Fluß. Letzterer wird mit dem ,Ocular Blood Flow' (OBF)-Gerät (O.B.F.
Ltd, Crowshearst, GB) klinisch gemessen.
Methoden Um den pulsatilen Fluß mechanisch darzustellen und
damit das OBF-Gerät zu prüfen, wurden ein mechanisches ,Auge' und
ein Perfusionsmodell gebaut:
1) Als ,Auge' diente eine aus Messing gebaute Kammer (9 cm3), welche mit
Ein- und Ausgangsschläuchen versehen wurde. Auf der Vorderseite der
Kammer wurde eine dünne Gummimembran (COSANO, Nr. 5203.106, Migros AG,
Zürich) aufgespannt, welche als mechanische ,Hornhaut' durch Pulsationen
des Kammerdrucks bewegt wird.
2) Das Perfusionsmodell besteht aus zwei aus Plastik gebauten, an eine
senkrechtstehende optische Bank aufgehängten Reservoiren, welche stets
mit Wasser aufgefüllt und an das ,Auge' angeschlossen wurden. Zwischen
diesen ,systolischen' und ,diastolischen' Perfusionssäulen wurde ein
computergesteuertes Ventil geschaltet, so daß die Dauer, Frequenz und
Stärke (Säulenhöhe) der beiden Perfusionsphasen unabhängig
voneinander geregelt wurden. Der Kammerdruck wurde an der ,Hornhaut' mit
dem OBF-Gerät gemessen.
Ergebnisse Selbst geringfügige Änderungen der Parameter
wurden vom OBF-Gerät erfaßt.
Schlußfolgerung Am Prüfmodell zeigte das OBF-Gerät
eine hohe Empfindlichkeit und treue Wiedergabe etwaiger Pulsationen des
,Augen'-innendrucks.
Schlüsselwörter Modell-,Auge' - OBF-Gerät - pulsatiler
Fluß - Augeninnendruck - mechanisches ,Herz'-Modell
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S. 275-276 (Art. 523)
Mechanisches Fundusperfusions-Modell:
Blutflußgeschwindigkeiten ermittelt durch ICG-Angiographie und Heidelberg
Retina Flowmetry
Phillip Hendrickson, Therese DeMel, John C. Peterson
Zusammenfassung
Hintergrund Heidelberg Retina Flowmetry (HRF) wird häufig in
der Augenforschung verwendet, ungeachtet der Tatsache, daß die Ergebnisse
ohne Maßeinheiten angegeben werden.
Methoden Um mit einer bekannten Flußgeschwindigkeit das
HRF-Gerät physikalisch zu prüfen, haben wir ein
Durchflußkämmerchen gebaut, in dessen Verlauf drei Querschnitte
(1,93 mm2, 3,33 mm2 und 5,08 mm2) eingefräst wurden. Bei der gleichen
bekannten, wiederholbaren Einstellung einer Perfusionspumpe (Perfusor Secura
FT, B. Braun Medical AG, Sempach, CH) konnte in den drei Stufen die
Flußgeschwindigkeit heparinisierten Menschenblutes mit dem HRF, dann
mittels digitaler ICG-Angiographie (Heidelberg Retina Angiography) erfaßt
werden. Beim HRF-Meßverfahren wurden das 20!5º-Meßfeld und
das 20!20-Pixel-Meßfenster gewählt, um den HRF-Parameter "VELOCITY"
in allen 3 Kammerabschnitten auf demselben HRF-Bild erfassen zu
können.
Ergebnisse Für die drei Stufen ermittelte das ICG-angiographische
Verfahren Flußgeschwindigkeiten von 11,5 mm/s, 6,7 mm/s bzw 4,4 mm/s.
Die entsprechenden HRF-ermittelten Ergebnisse betrugen 5,3, 4,2 bzw. 3,4
(ohne Maßeinheiten).
Schlußfolgerungen Die phänomenologisch gemessenen Werte
der Flußgeschwindigkeit (ICG-Angiographie) verhielten sich linear (aber
nicht numerisch übereinstimmend) zu den Werten, welche unter gleichen
Flußbedingungen vom HRF-Gerät ermittelt wurden.
Schlüsselwörter Netzhautperfusionsmodell - HRA - HRF -
Perfusionspumpe - Angiographie
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S. 277-279 (Art. 504)
Complications secondaires à la
chirurgie des membranes épirétiniennes
Guy Donati, Anastasios D. Kapetanios, Constantin J.
Pournaras
Nebenwirkungen chirurgischer Eingriffe an epiretinalen Membranen
Zielsetzung Die chirurgische Ablation von epiretinalen Membranen
führt in 80-90% der Fälle zu einer Verbesserung des Sehkraft. Es
ist jedoch häufig mit verschiedensten Nebenwirkungen zu rechnen.
Material und Methode 70 Fälle mit idiopathischer oder
sekundärer epiretinaler Membrane wurden überprüft. Der
Augenzustand vor der Operation, die Nebenwirkungen der Operation und der
postoperative Augenzustand wurden verglichen.
Resultate In allen Fällen war es möglich, die epiretinale
Membrane zu entfernen. Die Sehschärfe verbesserte sich im Mittel um
2/10. Die am häuffigsten auftretenden Komplikationen waren Katarakte
(50%) und periphere Netzhautrisse (14%). Die Prognostik des Visus wurde jedoch
dadurch nicht verschlechtert.
Schlußfolgerung Die chirurgische Ablation der epiretinalen Membrane
ermöglicht eine Verbesserung der Sehfunktion. Obwohl postoperative
Komplikationen relativ häuffig auftreten, haben diese keine ungünstige
Prognostik.
Schlüsselwörter epiretinale Membranen - Chirurgie
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S. 280-281 (Art. 505)
Donneurs de NO et occlusion veineuse
rétinienne
Guy Donati, Anastasius D. Kapetanios, Constantin J.
Pournaras
NO-Donatoren und retinale Venenastokklusion
Zielsetzung Die Entwicklung von weiten undurchbluteten Kapillarzonen
nach Venenastokklusion (VAO) ist mit dem Auftreten von sekundären
Arterienverengungen im befallenen Gebiet korrelliert. Der lokale Abfall der
Stickstoffmonoxidkonzentration (NO) der kurz nach einer VAO beobachtet werden
kann, ist für diese Arterienverengungen verantwortlich. Wir haben
untersucht, ob es möglich ist, mit Hilfe der lokalen Verabreichung eines
NO-Donators, in den auf eine VAO folgenden Stunden, die Arteriendurchmesser
im befallenen Gebiet auf deren Maß vor der Okklusion
zurückzuführen.
Material und Methode Beim Miniaturschwein wurden nach experimentaler
VAO gleichzeitig präretinale NO-Gradienten und Arteriendurchmesser
aufgenommen. Die Auswirkungen der präretinalen Injektion von
"Natrium-Nitroprussiat" (NO-Donator) auf den Arteriendurchmesser nach VAO
sind untersucht worden.
Ergebnisse Eine signifikante Arterienverengung (mittlerer
Arteriendurchmesser: 92,1B3,3% des Durchmessers vor der VAO, Np7, pp7,4!10P5)
und ein gleichzeitiger Abfall des präretinalen NO (präretinaler
[NO]: 20B15,6% des Wertes vor der VAO, Np5, pp0,0003) wurden 4 Stunden nach
der VAO gemessen. Die Mikro-Injektion des NO-Donators (Natrium-Nitroprussiat,
1 mM) ins Gebiet der verengten Arterie hatte eine lokale reversible
Gefäßerweiterung zur Folge, welche 20 Minuten nach der Injektion
ihren Maximalwert erreichte (mittlerer Arteriendurchmesser: 110,8±7,5%
des Durchmessers vor der Injektion, Np6, pp0,02). 60 Minuten nach der Injektion
wurde ein Rückgang des Durchmessers auf seinen Ausgangswert vor der
Injektion festgestellt (Np6).
Schlußfolgerung Die lokale Verabreichung von NO-Donatoren nach
einer VAO kann zu einer Normalisierung der arteriellen Blutzirkulation beitragen
und dadurch die Versorgung des ischämischen Netzhautgebietes mit Sauerstoff
und Nahrung verbessern. (FNSRS n° 32-49543.96)
Schlüsselwörter NO-Donatoren - Venenastokklusion
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S. 282-284 (Art. 506)
Résultats et complications de
la chirurgie des trous maculaires idiopathiques
Anastasios D. Kapetanios, Guy Donati, Constantin J.
Pournaras
Resultate und Nebenwirkungen chirurgischer Eingriffe bei idiopathischen
makulären Löchern
Zielsetzung Untersuchung der anatomischen und funktionellen Ergebnisse
bei chirurgischer Behandlung von idiopathischen makulären Löchern
sowie der Auswirkungen der häufigsten Nebenwirkungen auf die Erholung
der Sehfunktion.
Material und Methoden Wir überprüften 29 Augen, deren
idiopathisches makuläres Loch (Stadium 2 und 3) mit einer Vitrektomie
und anschließender Entfernung der epiretinalen Membrane behandelt wurden.
Der Augenzustand vor der Operation, die Nebenwirkungen der Operation und
der postoperative Augenzustand wurden verglichen.
Resultate Eine anatomische Schließung des Loches mit Stabilisation
der Sehfunktion wurde in 93% der Fälle nach einem (76%) oder zwei Eingriffen
erreicht. Die am häufigsten auftretenden Komplikationen waren Katarakte
(71%), Veränderungen des Pigmentepithels (24%) und periphere Netzhautrisse
(14%).
Schlußfolgerung Der chirurgische Eingriff bei idiopathischen
makulären Löchern führt in den meisten Fällen zu einem
anatomischen Erfolg. Die am häufigsten auftretenden Komplikationen des
Eingriffes haben keinen ungünstigen Einfluß auf die resultierende
Sehfunktion.
Schlüsselwörter Idiopathische makuläre Löcher
- Chirurgie - Nebenwirkungen
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S. 285-287 (Art. 507)
Mesure du flux sanguin choroïdien
au moyen d'un nouvel instrument laser Doppler confocal
Martial H. Geiser, Charles E. Riva, Ulrich Diermann
Aderhautblutfluß-Messung mit einem neuen konfokalen
Laser-Doppler-Gerät
Hiermit stellen wir ein neues Gerät für die Messung des
Aderhautblutflusses in der Fovea vor. Die Technik des Gerätes basiert
auf der Laser-Doppler-Methode und auf einem konfokalen optischen System,
mit welchem das frequenzverschobene Licht "indirekt" detektiert wird.
Methode Die Intensität des Laserstrahls (785 nm) beträgt
an der Hornhaut 90 mW. Die Messungen wurden an einer normalen Population
von 21 Probanden unter gleichbleibenden Bedingungen ohne dilatierter Pupille
vorgenommen.
Resultate Die Reproduzierbarkeit des choroidalen Blutflusses beträgt
bei 5 Messungen zu je 10 s Dauer 9%. Die minimale detektierbare Änderung,
die eine statistische Bedeutung (p = 0,05) für eine Population mit 21
Probanden hat, beträgt 9%.
Zusammenfassung Dieses neue kompakte Gerät wird für die
physiologischen und pharmakologischen Untersuchungen des Blutflusses in der
Aderhaut und für die Effekte der altersbedingten Maculadegeneration
geeignet sein.
Schlüsselwörter Aderhautblutfluß -
Laser-Doppler-Flußmessung - konfokale Optik - Fovea
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S. 288-290 (Art. 508)
Das Elektroretinogramm (ERG) der Maus:
normative Werte, optimierte Stimulation und Ableitung
Nicole Kueng-Hitz, Pascal Rol, Günter Niemeyer
Zusammenfassung
Hintergrund Zur Erfassung der Netzhautfunktion an zahlreichen Tiermodellen
dient das Elektroretinogramm (ERG). Wir stellen hier geeignete Stimulations-
und Ableitbedingungen für die dunkeladaptierte, anästhesierte Maus
vor.
Methode Mäuse (np15) wurden während 14 Stunden dunkeladaptiert
und mit einer Einzeldosis Xylazin/Ketamin i.p anästhesiert. Nach
Pupillendilatation wurde eine d.c.-Fadenelektrode oder eine
AgCl-Kontaktlinsenelektrode auf der Cornea positioniert. Das Elektroretinogramm
(ERG) wurde durch Ganzfeldstimulation über einen Bereich von 6 log Einheiten
(8!10P2 - 8!104 cd/m2) erhalten. Intensität, Dauer und Intervalle der
Lichtreize wurden getrennt variiert.
Ergebnisse Unter streng kontrollierten experimentellen Bedingungen
werden reproduzierbare Werte der Amplituden-Intensitäts-Funktionen für
die a-, b- und c-Welle registriert. Für die c-Welle eignet sich eine
lange Reizdauer von 4 Sekunden in d.c.-Verstärkung. Die Position der
d.c.-Fadenelektrode auf der Cornea kann die ERG-Amplitude beeinflussen. Bei
Ableitung mit einer Kontaktlinsenelektrode ist die b-Wellen-Amplitude im
Mittel um 20% kleiner als bei Ableitung mit einer zentral positionierten
d.c.-Fadenelektrode. Um Helladaptationsvorgänge für die a- und
b-Welle bei hohen Licht-Intensitäten zu vermeiden, muß ein Intervall
von mindestens 60 Sekunden gewählt werden.
Schlußfolgerungen Eine sichere Beurteilung der Netzhautfunktion
bei den verschiedenen Tiermodellen erfordert reproduzierbare ERG-Werte über
einen großen Intensitätsbereich. Diese werden nur unter streng
standardisierten experimentellen Bedingungen erhalten.
Schlüsselwörter Elektroretinogramm - Maus - Retina
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S. 291-294 (Art. 510)
Zentrale
Hornhauterkrankungen
Beatrice E. Frueh
Zusammenfassung
Hintergrund Zentrale Hornhautpathologien, wenn nicht frühzeitig
diagnostiziert und behandelt, können zu einer irreversiblen Sehverminderung
führen. Diese Übersichtsarbeit befaßt sich mit der
Differentialdiagnose zentraler Hornhauttrübungen beim Neugeborenen und
des zentralen Hornhautulkus sowie mit der Behandlung von sterilen, zentralen
Keratolysen.
Material und Methoden Persönliche Erfahrung des Autors sowie
Review der Literatur.
Ergebnisse Flußdiagramme für Diagnosestellung und
Behandlungsstrategie wurden ausgearbeitet.
Schlußfolgerungen Hornhauttrübungen beim Neugeborenen sind
eine Notfallsituation. Die richtige Diagnosestellung, insbesondere der
Ausschluß eine kongenitalen Glaukoms, ist für die erfolgreiche
Behandlung und somit Verhinderung einer Amblyopie ausschlaggebend. Beim
infektiösen Hornhautulkus muß eine mikrobiologische Diagnose forciert
werden, um gezielt therapieren zu können. Bei fehlendem Ansprechen auf
Standard-Tropf-Therapie müssen seltenere Bakterien, Parasiten und Viren
oder Compliance-Probleme unbedingt in Erwägung gezogen werden. Die zentrale
sterile Keratolyse, die am häufigsten bei Patienten mit chronischer
Polyarthritis vorkommt, muß intensiv kontrolliert und behandelt werden
und die Indikation für eine allfällige Immunsuppression früh
genug gestellt werden, um die Ausbildung einer Descemetozele oder eine spontane
korneale Perforation zu verhindern.
Schlüsselwörter Hornhaut - kongenital - Ulkus -
Akanthamöba - Keratitis - chronische Polyarthritis
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S. 295-299 (Art. 511)
Untersuchung der Papille und
Nervenfaserschicht beim Glaukom
Daniel S. Mojon, André Mermoud
Zusammenfassung
Hintergrund Zur Diagnostik und Verlaufsbeobachtung beim Glaukom
gehört eine genaue Beurteilung der Papille und der Nervenfaserschicht.
Methoden Neben der klinischen Untersuchung der Papille und
Nervenfaserschicht werden auch apparative Untersuchungsmethoden mittels
Heidelberg-Retina-Tomograph und Nerve-Fiber-Analyzer vorgestellt.
Ergebnisse Zeichen einer Glaukompapille sind ein Unterschied des
vertikalen Verhältnisses von Exkavation zu Papillengröße
(E/P) zwischen den Augen größer als 0,2, ein vertikaler E/P-Wert
größer als der horizontale, größere E/P-Wert bei kleinen
Papillen, schmalste Stelle des neuroretinalen Randsaumes nicht mehr temporal,
Kerbenbildung im neuroretinalen Randsaum, Vergrößerung der Zone
Beta der parapapillären chorioretialen Atrophie und Papillenrandblutungen.
Der Verlust der Nervenfaserschicht kann diffus oder lokalisiert erfolgen.
Beide Ausfallstypen können gleichzeitig vorkommen.
Schlußfolgerungen Eine genaue Kenntnis aller Zeichen einer
Glaukompapille und der Formen des Nervenfaserschichtverlustes ermöglicht
eine frühere Glaukomdiagnose und ein rascheres Erkennen der
Glaukomprogression.
Schlüsselwörter Papille - Nervenfaserschicht - Glaukom -
Untersuchungstechniken - Nerve Fiber Analyzer - Heidelberg-Retina-Tomograph
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S. 300-301 (Art. 512)
Austritt des retinalen
Zentralgefäßstammes und Ausprägung der parapapillären
Atrophie
Wido M. Budde, Jost B. Jonas, János Németh,
Anselm E. Gründler
Zusammenfassung
Hintergrund Ziel der Studie war, die Abhängigkeit der
Ausprägung der parapapillären Atrophie bei Glaukomerkrankungen
von der Position des Gefäßstammes auf der Lamina cribrosa zu
untersuchen.
Patienten und Methode Farbige Stereodiapositive der Papille von 79
Patienten mit Offenwinkelglaukom und von 53 normalen Probanden wurden
morphometrisch untersucht. Die Position des Gefäßstammes und die
Fläche der parapapillären Atrophie wurde in vier 90°-Sektoren
bestimmt.
Ergebnisse Nach Normalisierung der Flächen war in den Augen mit
Offenwinkelglaukom die sektorielle Atrophiefläche größer
in dem Papillensektor, der dem Sektor mit dem Gefäßstamm
gegenüberlag, als in dem Sektor mit dem Austritt des
Gefäßstamms.
Schlußfolgerung Die Position des Austritts des
Gefäßstammes auf der Lamina cribrosa beeinflußt die
Ausprägung der parapapillären Atrophie bei Glaukomerkrankungen:
Je größer der Abstand des Gefäßstammes, desto
größer ist die parapapilläre Atrophie.
Schlüsselwörter Offenwinkelglaukom - parapapilläre
Atrophie
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S. 302-304 (Art. 513)
Effet d'une diminution de la pression
de perfusion oculaire sur le flux sanguin dans l'iris mesuré par
fluxmétrie laser Doppler*
Stéphane R. Chamot, Armand Movaffaghy, Benno L. Petrig,
Charles E. Riva
Effekt der Reduktion des okulären Perfusionsdruckes auf den Blutfluß
in der Iris, gemessen mit Laser-Doppler-Flowmetrie
Fragestellung Gibt es eine Autoregulation des Blutflusses in der Iris
(IBF) während akuter Reduktionen des mittleren okulären
Perfusionsdrucks (PPmpMOAPPIOP, MOAPp mittlerer Blutdruck in der ophtalmischen
Arterie) induziert durch Erhöhungen des Augeninnendrucks (IOP)?
Methoden Der Blutfluß in der Iris wurde mit einer Spaltlampe
gemessen, die mit einem Laser-Doppler-Flowmetrie (LDF)-System versehen wurde.
IBF-Messungen wurden in 12 gesunden Probanden (14 bis 59 Jahre alt)
durchgeführt. IOP wurde mit Hilfe eines Saugnapfs erhöht, die
temporalseitig auf die Lederhaut aufgesetzt wurde. In Exp. #1 wurde der Saugdruck
des Napfs in Schritten von 50 oder 100 mmHg, die je ca. 10 s dauerten, bis
zu einem Wert oberhalb von MOAP erhöht. In Exp. #2 wurde der Saugdruck
in 4 Schritten, die je 2 min dauerten, auf 200 mmHg erhöht.
Resultate In Exp. #1 änderte sich IBF erst dann signifikant,
wenn PPm um mehr als 23% reduziert wurde; die weitere Reduktion von PPm hatte
eine lineare Abnahme von IBF (p < 0,01) zur Folge. In Exp. #2 wurde ebenfalls
eine signifikante Korrelation zwischen IBF und PPm beobachtet (p < 0,001).
Nach der Entfernung des Saugnapfs erhöhte sich IBF signifikant und transient
auf 79% oberhalb des Ruhewerts. Schlußfolgerungen Die Resultate deuten
darauf hin, daß IBF einerseits durch schwache Reduktionen von PPm (<
23%) reguliert wird, aber andererseits eine weitere Reduktion nicht kompensiert
wird.
Schlüsselwörter Laser-Doppler-Flowmetrie - Blutfluß
- Iris - Augeninnendruck - Regulation - Hyperhemie
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S. 305-310 (Art. 514)
Erkrankungen der vitreomakulären
Grenzfläche
Fritz Koerner, Justus Garweg
Zusammenfassung
Hintergrund Eine pathologische vitreomakuläre Adhäsion ist
gemeinsamer pathogenetischer Mechanismus verschiedener klinischer
Krankheitsbilder wie idiopathischer epimakulärer Membran,
vitreomakulärem Traktionssyndrom im engeren Sinne und Makulalochbildung.
Therapie der Wahl ist die Vitrektomie. Anatomische und funktionelle Resultate
von 207 eigenen Fällen werden diskutiert.
Methoden Die Resultate nach Vitrektomie von 3 Patientengruppen wurden
einander gegenübergestellt: idiopathische epimakuläre Membran (Gruppe
1; np52), vitreomakuläres Traktionssyndrom (Gruppe 2; np48) und Makulaloch
(Gruppe 3; np107, davon 33 Augen ohne und 74 Augen mit Amotio). Während
der Vitrektomie wurde unter kontinuierlicher Luftinfusion nach einer
epimakulären Glaskörperkortexschicht gesucht und diese nach
Möglichkeit exzidiert. In Gruppe 3 wurde darüber hinaus der Effekt
einer Eigenbluttamponade von Makulalöchern als Ergänzung zur
Vitrektomie mit Lufttamponade untersucht.
Ergebnisse Eine makuläre Glaskörperadhäsion wurde in
56% der Gruppe 1, 74% der Gruppe 2 und 84% der Gruppe 3 gefunden. Eine
Visusbesserung wurde in 54% der Gruppe 1, in 62% der Gruppe 2 und in 50%
aller Fälle der Gruppe 3 erreicht. Gute Visusresultate (0,4 und besser)
waren häufiger bei einem Ausgangsvisus von 0,2 oder besser (57% der
Gruppe 1, 65% der Gruppe 2 und 48% der Gruppe 3). Eine postoperative
Cataractentwicklung war Hauptursache für einen reduzierten Endvisus
(23 von 59 Augen; 39%). In Augen der Gruppe 3 mit Amotio und/oder Myopie
konnte eine signifikante Visusbesserung nur nach Eigenbluttamponade des
Makulalochs erreicht werden.
Schlußfolgerungen Eine pathologische vitreomakuläre
Adhäsion wurde intraoperativ in der Mehrzahl der Fälle von
idiopathischen epimakulären Membranen, vitreomakulärem Traktionssyndrom
und Makulalöchern nachgewiesen. Signifikante Besserungen funktioneller
Störungen wie Visusminderung und Metamorphopsien rechtfertigen den Einsatz
der vitreoretinalen Chirurgie bei klinischen Syndromen mit vitreomakulärer
Traktion.
Schlüsselwörter Epimakuläre Membran - hintere
Glaskörperabhebung - Makulaloch - Vitrektomie - vitreomakuläres
Traktionssyndrom
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S. 311-316 (Art. 515)
Makulaödem: Vom Symptom zur
Diagnose
Peter Bischoff
Zusammenfassung
Hintergrund Das Krankheitsbild "Makulaödem" wird auf dem Weg
vom Symptom zur Diagnose diskutiert. Die 9 wichtigsten Differentialdiagnosen
werden aufgeführt und aktuell gültige Therapieempfehlungen werden
kurz zusammengefaßt.
Material und Methode Diese Übersichtsarbeit basiert auf
Literaturangaben sowie eigenen Fallvorstellungen.
Ergebnisse
-
Symptome des Makulaödems sind Visusabfall, Mikropsie, Metamorphopsie,
reduziertes Farbsehen sowie ein Zentral- oder Parazentral-Skotom.
-
Abklärungen durch den Augenarzt umfassen die Anamnese (Alter, Diabetes,
Hypertonie, Autoimmunerkrankungen, durchgemachte Kataraktoperation?), eine
genaue Untersuchung des Fundus möglichst mit Spaltlampe und einer Kontakt-
oder Non-Kontaktlinse, wobei hier sowohl auf eine Verdickung der Netzhaut
als auch auf das Vorliegen von harten Exsudaten im Bereich der Makula geachtet
werden muß. Zur Differentialdiagnose und für eine allfällige
Behandlung ist häufig die Fluoreszenz-Angiographie wichtig, welche neben
einer Leckage aus Kapillaren allenfalls ein zystoides Makulaödem, einen
Quellpunkt oder auch eine choroidale Neovaskularisation zeigen kann.
-
Die Differentialdiagnose umfaßt die folgenden häufigsten Gruppen:
alterskorrelierte Makuladegeneration (exsudative Form)/diabetisches
Makulaödem (fokal oder diffus)/ Makulaödem nach Venenast- oder
Zentralvenen-Thrombose/Retinopathia centralis serosa/Irvine-Gass-Syndrom
nach Katarakt-Operation/Uveitis/epiretinale Fibroplasie/Juxtafoveoläre
Teleangiektasien und Tumor (Aderhaut-Melanom/-Metastase/-Hämangiom).
-
Therapie: Neben der selten möglichen kausalen Therapie kommen die
Laserkoagulation, anti-entzündliche und ausschwemmende Medikamente,
allenfalls auch die Vitrektomie sowie eine niedrig dosierte Radiotherapie
in Frage.
Schlußfolgerungen Der Augenarzt hat die wichtige Aufgabe, bei
einem Makulaödem die Differentialdiagnose zu stellen und über derzeit
mögliche und sinnvolle Behandlungsmethoden zu entscheiden.
Schlüsselwörter Makulaödem - Differentialdiagnose -
Fluoreszenz-Angiographie - alterskorrelierte Makuladegeneration - choroidale
Neovaskularisation - diabetische Makulopathie - Laserkoagulation
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S. 317-320 (Art. 516)
Examen du fond d'oeil dans le cadre
d'une affection à VIH: quoi de neuf?
Yan Guex-Crosier
Fundusuntersuchung im Rahmen einer HIV-assozierten Erkrankung: Was gibt es
neues?
Ziel der Studie Es war angenommen, daß das Risiko, eine
CMV-Retinitis zu entwickeln, auftritt, sobald die Zahl der CD4+-Zellen unter
100/mm3 fällt. Falls die Zellen bis auf 50/mm3 sinken, erhöht sich
das Risiko akut. Mit der Einführung der HAART (Highly Active Anti-retroviral
Therapy; Kombination von 2 Inhibitoren der reversen Transcriptase und einem
Hemmer der Protease) hat sich nun aber die klinische Betreuung des
immunokomprimierten Patienten grundlegend geändert.
Methodik Klinische Beobachtungen von okulären AIDS-assozierten
Krankheiten werden mittels Daten aus der neuesten Literatur beschrieben.
Resultate Die HAART hat eine Erhöhung der CD4+-Zellen zur Folge,
die eine Immunantwort erlaubt, welche opportunistische Infektionen
bekämpfen kann. Die Läsionen einer CMV-Retinitis umfassen eine
starke Entzündungsreaktion, welche ein Hyopyon auslösen kann. Der
Glaskörper ist oft infiltriert und die retinalen Blutgefäße
können den Aspekt einer "Frosted Angitis" annehmen. Ein zystoides
Makulaödem kann ebenfalls auftreten.
Schlußfolgerung Die Erhöhung der Patientenimmunität
hat neue Aspekte der CMV-Retinitis gegeben und die Differentialdiagnose der
okulären Entzündungskrankheiten erweitert.
Schlüsselwörter AIDS - HAART - Highly Active Anti-retroviral
Therapy - CMV-Retinitis - Frosted Angitis - Hyopyon
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S. 321-323 (Art. 522)
Phénomènes endoptiques
et acuité visuelle potentielle
Stavros A. Dimitrakos
Entoptische Phänomene und potentieller Visus
Übersicht der Untersuchungsverfahren zur Voraussage des potentiellen
Visus Die Voraussage der postoperativ erreichbaren Sehfunktion, bei
trüben brechenden Medien, stellt oft ein vielfältiges Problem dar.
Die Schätzung der postoperativen Sehschärfe ist von der klinischen
Erfahrung des Augenarztes abhängig. Er soll Elemente, hauptsächlich
aus der persönlichen Anamnese, aber auch aus der eventuellen Dissoziation
zwischen Fern- und Nahvisus bei photopischen und skotopischen Bedingungen
oder aus dem Lichtempfindungs- und Lichtlokalisierungsvermögen des
Patienten, sowie Elemente aus der Interferenzvisumetrie, der objektiven
Untersuchung der noch durchsichtigen brechenden Medien mit direkter und
indirekter Beleuchtung an der der Spaltlampe und aus der indirekten
Ophthalmoskopie berücksichtigen.
Untersuchungsmethoden Purkinjesche Aderfigur- und
Makula-Chagrin-Wahrnehmung, Blaufeldendoptoskopie.
Voraussagemöglichkeiten Durch Lichtstimulation provozierbare
entoptische Phänomene wie positive Skotome, Purkinjesche Aderfigur-
und Makula-Chagrin-Wahrnehmung oder positive Blaufeldendoptoskopie, dienen
unter anderem, im Rahmen der präoperativen Untersuchung, als
Minimalforderungen zur Aussage für einen mindestens sozial brauchbaren
postoperativen Visus.
Schlüsselwörter entoptische Phänomene -
Medientrübungen - potentielle postoperative Sehschärfe
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S. 324-327 (Art. 509)
Hallucinations et illusions visuelles,
des symptomes souvent méconnus du praticien
François-Xavier Borruat
Visuelle Halluzinationen oder Illusionen
Hintergrund Visuelle Halluzinationen oder Illusionen sind keine seltenen
Symptome, die jedoch oft nicht erkannt werden.
Zweck Beschreibung und Erläuterung der verschiedenen Illusionen
und Halluzinationen, die in einer neuro-ophthalmologischen Praxis
aufkommen.
Methode Zusammenfassender Artikel
Ergebnisse Halluzinationen sind Wahrnehmungen, die nicht auf einer
sensorischen Stimulation beruhen, wobei Illusionen Mißinterpretationen
einer korrekten sensorischen Stimulation sind. Beide Situationen können
durch Medikamente oder durch einen veränderten Mentalstatus verursacht
werden. Visuelle Halluzinationen können entweder strukturiert (Objekte
oder Personen) oder unstrukturiert sein (Licht, geometrische Formen). Die
Ursachen können eine antechiasmatische Läsion, ein epileptischer
Anfall, eine Migräne und mangelnde sensorische Afferenz sein. Untersuchungen
sollten in der Richtung einer Retinopathie, einer optischen Neuropathie,
einer chiasmatischer, retrochiasmatischer oder bilateralen prechiasmatischer
Läsion gehen. Visuelle Illusionen umfassen Metamorphopsien, Mikro- und
Makropsien, Polyopie, Palinopsie (Andauern eines Bildes), Achromatopsie,
das Puilfirch-Phänomen oder die subjektive Vertikaldeviation. Die Ursachen
einer Illusion können Netzhautläsionen, eine Läsion auf dem
optischen Nerv, im Sehkortex oder in den graviceptischen Wegen sein.
Schlußfolgerung Da die meisten Patienten nicht spontan ihre
Symptome erklären, ist die Krankengeschichte sehr wichtig. Als erstes
sollte ein Medikament oder eine Veränderung des Mentalstatus als Ursache
dieser Symptome ausgeschlossen werden. Danach sollte eine gut geführte
funktionelle Untersuchung erlauben, den Ort der Läsion zu
identizieren.
Schlüsselwörter Visuelle Halluzination - visuelle Illusion
- Charles-Bonnet-Syndrom
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S. 328-331 (Art. 521)
Vom Symptom zur
Elektroretinographie-Diagnose
Günter Niemeyer
Zusammenfassung
Retinale Funktionsstörungen lassen sich, in Ergänzung zur klinischen
Untersuchung, mit dem ERG objektiv dokumentieren. Symptome wie schlechtes
Sehen in der Dämmerung, "Tagblindheit" mit Photophobie, Nystagmus,
frühkindliche Sehstörung oder unklare Gesichtsfeldausfälle
sind sinnvolle Indikationen zur ERG-Untersuchung. Wir verwenden standardisierte
Einzelblitz-Ganzfeld ERG des Stäbchen- und des Zapfensystems und bei
Kleinkindern erfolgt die ERG-Ableitung in ambulanter Anästhesie.
Das Unterscheiden zwischen Funktionsdefizit im Stäbchen- und/oder im
Zapfensystem, oder zwischen kongenital-stationärer und
degenerativ-progredienter Netzhautveränderung ist mit einem ERG-Befund
möglich. Nicht selten gilt es, Funktionsausfälle bei normalem
Fundusaspekt elektrophysiologisch abzuklären (z. B.
kongenital-stationäre Nachtblindheit, Achromatopsie, Retinitis pigmentosa
sine pigmento, toxische Schäden, Frühstadium der progressiven
Zapfendystrophie). Leber's kongenitale Amaurose, frühkindliche Retinitis
pigmentosa, Usher-Syndrom und Netzhautbeteiligung bei
neuropädiatrischen/metabolischen Syndromen werden mit einer sehr früh
erfolgenden Ableitung des ERG erfaßt oder ausgeschlossen. Synoptische
Beurteilung des Ganzfeld-ERG, des Muster-ERG und der visuell evozierten
kortikalen Potentiale ergänzen neuro-ophthalmologische
Abklärungen.
Schlüsselwörter ERG - Elektroretinographie -
Netzhautdegeneration - Nachtblindheit
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S. 332-335 (Art. 517)
Leucocorie chez l'enfant: une urgence
et un défi
Aubin Balmer, Francis Munier
Die Leukokorie beim Kind: ein Notfall und eine Herausforderung
Ziel Ärzte sollen auf die Tragweite der Leukokorie beim Kind
aufmerksam gemacht werden.
Methode Ausgehend von den Symptomen werden die klinischen und
paraklinischen Kriterien beschrieben, die die Diagnose von Krankheitsbildern
ermöglichen, die zu einer Leukokorie führen können.
Ergebnisse Über die Hälfte der weißen Pupillen sind
mit einem Retinoblastom assoziiert. Die anderen wichtigen Ursachen sind mit
absteigender Häufigkeit: ein persistierender primärer Glaskörper,
Morbus Coats, die okuläre Toxocariasis, die Frühgeborenen-Retinopathie
und Hamartome der Netzhaut. Die Diagnose wird meistens mit dem Augenspiegel
gestellt, kann jedoch bei atypischer Präsentation oder bei
Spätkomplikation erhebliche Probleme bieten. Das Alter, das Geschlecht,
die Vererbung, Einseitigkeit, und vor allem das evtl. Vorhandensein von
Verkalkungen und die Größe des Bulbus sind die klinischen
Hauptkriterien für die Evaluation. Die Echographie spielt ebenso eine
unabdingbare Rolle in der Abklärung der Leukokorie, deren Therapie bis
zu einer Enukleation führen kann.
Schlußfolgerung Eine weiße Pupille beim Kleinkind stellt
immer ein Alarmzeichen dar, und eine möglichst schnelle Abklärung
der Ursache ist unerläßlich.
Schlüsselwörter Leukokorie - Retinoblastom -
Pseudo-Retinoblastome
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S. 336-339 (Art. 518)
Ophthalmologische Untersuchung des
Kleinkindes
Corina Klaeger-Manzanell
Zusammenfassung
Hintergrund Die Untersuchung des Kleinkindes braucht Geduld, spezielle
Kenntnisse und Untersuchungstechniken, um rasch und für die Praxis ohne
apparativen Aufwand zu einer zuverlässigen ophthalmologischen Beurteilung
zu kommen.
Material und Methoden Basierend auf der Literatur und der eigenen
Erfahrung werden die geeignetsten Tests vorgestellt und die Ergebnisse
differentialdiagnostisch diskutiert.
Schlußfolgerungen Beobachtung und einfache klinische Untersuchungen
führen in der Mehrzahl der Fälle zu einer Diagnose. In gewissen
Situationen braucht es zusätzlich elektrophysiologische Tests oder
bildgebende Verfahren.
Schlüsselwörter Amblyopie - Strabismus - Nystagmus -
Pupillenreaktion - Kleinkind - Untersuchung - Sehbehinderung
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S. 340-345 (Art. 519)
Le strabisme concomitant: du strabisme
aux syndromes strabiques
André Roth
Das konkomitanten Schielen: vom Schielen zum Schielsyndrom
Ziel des Referates Es soll gezeigt werden, wie man vom Zeichen "Schielen"
(vorausgesetzt die Diagnose des konkomitanten Schielens sei gesichert), zur
Diagnose eines der konkomitanten Schielsyndrome gelangt und, folglich, zur
geeigneten therapeutischen Strategie.
Methode Zeichen, die bei jedem Schielpatienten mit der Abweichung
der Augen verbunden sind, führen, Schritt für Schritt, zur Diagnose
eines bestimmten Schielsyndroms.
I Das Alter des Patienten beim Auftreten des Schielens und der Charakter
der Abweichung, intermittierend oder konstant, sei diese konvergent oder
divergent, ermöglichen, als erster Schritt, die potentielle
Binokularität des Früh- oder Spätschielens
abzuschätzen.
I Die Gruppe der Frühschielenden umfassen das frühkindliche manifeste
Schielen und den Mikrostrabismus. Beide haben anormale Binokularität.
Es soll hier besonders nach Schielamblyopie und dem von Lang beschriebenen
frühkindlichen Schielsyndrom gesucht werden. Intermittierendes Schielen
mit potentieller normaler Binokularität ist selten.
I In der Gruppe der Spätschielenden (einschließend das akkommodative
Schielen) soll die Netzhautkorrespondenz, mit entsprechenden Testen und mit
Prismenkompensation, bzw. mit Bifokalgläsern, untersucht werden, um
im Einzelfall den dekompensierten Mikrostrabismus mit anormaler
Binokularität von dem normosensorischen Spätschielen zu unterscheiden.
In manchen Fällen bleibt jedoch diese Trennung unsicher, was eventuel
später zu einer subnormalen Binokularität führen kann.
Resultate Mit dem geschilderten systematischen Verfahren kann jeder
Schielfall in eines der verschiedenen Schielsyndrome eingeordnet werden.
Aufgrund einer genauen Diagnose kann dann eine geignete Behandlung eingesetzt
werden. Die therapeutischen Ziele, die in jedem der Syndrome erreicht werden
können, werden angedeutet.
Diskussion Eine umfassende Klassifikation wird nur möglich mit
der Kombination von zwei Ausgangspunkten, Früh- oder Spätbeginn
des Schielens, einerseits, anormale oder normale binokulare Verhältnisse,
anderseits.
Schlußfolgerung Der vorgeschlagene Zugang zur Diagnose des
konkomitanten Schielens sollte als Leitlinie für die klinische Praxis
dienen.
Schlüsselwörter Konkomitantes Schielen - klinische Diagnose
- Klassifikation
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S. 346-350 (Art. 520)
Diplopie: Vom Symptom zur
Diagnose
Hedwig J. Kaiser
Zusammenfassung
Hintergrund Die folgende Übersicht soll ein grobes Raster vermitteln,
wie sie bei Patienten mit Diplopie durch geeignete Diagnostikschritte zur
Diagnose kommen und welche Differenzialdiagnosen in Frage kommen.
Methode Die genaue Anamnese bezüglich Auftreten der Doppelbilder,
Konstanz und subjektive Wahrnehmung ist unerläßlich. Wenn ein
Patient über Diplopie berichtet, sollte der Untersucher vor einer weiteren
Abklärung der Augenbeweglichkeit prüfen, ob der Patient wirklich
binokular doppelt sieht, um so monokulare Doppelbilder auszuschließen.
Ist die Diplopie binokular verursacht, so kann man durch den Rotglas-Test
die Lage der Doppelbilder bestimmen. In einem nächsten Schritt prüft
man die monokularen Bewegungsstrecken und untersucht die Schielwinkel in
den 9 Blickrichtungen, um eine bestehende Inkomitanz zu erfassen.
Ergebnis Wichtigste Ursachen einer Diplopie sind neurogene Paresen,
mechanische Einschränkungen - posttraumatisch oder entzündlich
- supranukleäre Bewegungsstörungen und Störungen der
neuromuskulären Übertragung.
Schlußfolgerung Mit einem einfachen und klaren Diagnostikschema
gelingt es rasch, die zugrunde liegende Ursache der Diplopie zu erarbeiten.
Schlüssenwörter Diplopie - Cover-Test - Forced-duction-Test
- neurogene Paresen - supranukleäre Bewegungsstörungen - mechanisch
bedingte Bewegungsstörungen
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S. 351-356 (Art. 524)
60 Jahre Alfred-Vogt-Stiftung. Die
Preisträger und ihre Arbeiten
Frank M. Sens, Balder P. Gloor
Zusammenfassung
Hintergrund Der Alfred-Vogt-Preis ist die höchste Anerkennung,
welche in der Schweiz für Arbeiten in der Ophthalmologie und ihrer
Grenzgebiete vergeben werden kann. 60 Jahre Alfred-Vogt-Stiftung und die
Jahresversammlung der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft in
Zürich, dem Ort des Wirkens des Stifters, sind Grund, die Tätigkeit
der Stiftung zu würdigen und die Preisträger mit ihren Arbeiten
zusammenzustellen.
Methode Die Lebensdaten von Alfred Vogt konnten aus biographischen
Werken entnommen werden. Aus dem Archiv der Stiftung und den Jahresberichten
der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft wurden die Preisträger
und die ausgezeichneten Arbeiten herausgesucht.
Ergebnisse Alle Träger und Trägerinnen des Vogt-Preises
und wofür sie ausgezeichnet wurden, werden genannt. In den 60 Jahren
des Bestehens der Stiftung wurde der Preis an 53 Forscher/Innen oder
Forschergruppen vergeben. In 9 Jahren gab es so viele gute Arbeiten, daß
der Preis für verschiedene Arbeiten an mehrere Preisträger verteilt
wurde, in anderen Jahren aber, nämlich 18mal, erfolgte keine
Preisverleihung, weil keine preiswürdigen Arbeiten vorlagen. Vor allem
von 1945 bis 1968 war das Kuratorium sehr zurückhaltend. Sieben Forscher
oder deren Arbeitsgruppen erhielten den Preis mehrmals.
Schlußfolgerungen Das Verzeichnis der Träger und
Trägerinnen des Alfred-Vogt-Preises spiegelt die Geschichte der
schweizerischen Ophthalmologie wider. Mit dem Preis wurden zahlreiche Forscher
gefördert, die sich mit ihren weiteren Arbeiten des Preises würdig
erwiesen haben und welche ihrerseits die Ophthalmologie z.T. maßgebend
gefördert haben.
Schlüsselwörter Alfred Vogt - Vogt-Preis - Geschichte der
Ophthalmologie - Ophthalmologie der Schweiz
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