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> Wie kann man Augenkrankheiten
vermeiden > Richtige Sonnenbrille
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Wie kann man Augenkrankheiten vermeiden? |
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Aktuelles
Kapitel: Richtige Sonnenbrille
Weitere Kapitel: Kontaktlinsenträger
· Schwachsichtigkeit bei Kindern ·
"Grüner Star" (Glaukom) ·
"Grauer Star" (Katarakt) ·
Diabetische Retinopathie · Vitaminmangel
· Medikamente
Richtige Sonnenbrille,
UV-Lichtschutz, Empfehlungen
Sonnenschutzbrillen
schützen vor Augenerkrankungen durch Schutz des Auges vor gefährlichen
UV-Strahlen der Sonne.
So schützen Sonnenbrillen auch vor dem Grauen Star (Hochseefischer
ohne Sonnenschutzgläser bekamen 3x so häufig einen Grauen
Star wie Hochseefischer mit Sonnenschutz)
Wichtige
Eigenschaften von Sonnenbrillen
- UV-Lichtschutz:
Eine Sonnenbrille sollte mindestens "99% der UV-Strahlen absorbieren",
oder "UV-Strahlen bis 400nm absorbieren
- "Gelbfilter":
Blockiert Blaues Licht, die Umgebung sieht gelblich verändert aus.
Er führt zu verbessertem Kontrast bei weit entfernten Objekten, speziell
bei Schnee und Nebel, sehr beliebt bei Skiläufern, Jäger, Schiffsfahrer
und Piloten.
- "Polarisationsfilter
oder "polarisierter Filter" in Sonnenschutzgläser blocken
Streulicht, z.B. reflektiertes Licht von Wasseroberflächen oder Steinpflaser.
Besonders hilfreich beim Autofahren oder Fischen. Polarisationfilternde
Sonnenschutzgläser haben nichts zu tun mit UV-Lichtabsorbierenden
Sonnenbrillen, sind aber häufig kombiniert mit UV-Schutz.
- "Spiegelnde
Gläser": Dünne Aufdampfung von verschiedenen Metalllegierungen
auf die Glasoberfläche, vermindert die Lichtmenge, jedoch kein sicherer
Schutz vor UV-Strahlung
- Seitenschutz:
Sonnenbrillen mit Seitenschutz schützen vor Licht, das seitlich ins
Auge eintritt. Studien zeigten, daß seitlich eintretende UV-Strahlen
den Effekt von Sonnenschutzbrillen deutlich vermindern können.
- Gradientenbrille:
Gradientenbrillen sind im oberen Bereich der Brille dunkel gefärbt
und im unteren Bereich hell gefärbt. Diese Gläser blocken die Blendung
von oben und erlauben die normale Sicht nach unten, nützlich für Autofahrer.
Am Strand oder im Schnee sind sie nicht zu empfehlen, da in diesem
Fall die Blendung von unten nicht vermieden wird.
- Photochrome
Brille: Eine photochromes Brillenglas dunkelt automatisch bei
Helligkeit und wird hell bei Dunkelheit. Der Abdunkelungsprozess dauert
ca eine halbe Minute, der Aufhellungsprozess benötigt ca 5 Minuten.
UV-Licht
schadet den Augen
- Sonne:
Sonnenlicht ist eine bedeutende Quelle von UV-Strahlen, die verschiedene
Augengewebe schädigen kann. Besonders die Augenoberfläche (Schneeblindheit,
Pterygium), die Linse (Katarakt) und die Netzhaut (Sonnenmakulopathie,
Makuladegeneration) sind gefährdet.
- UV-A
und UV-B-Licht: UV-Licht ist zusammengesetzt aus UV-A und UV-B-Licht.
UV-A-Licht weist eine längere Wellenlänge auf - nahe der Farbe Blau
im Spektrum - und führt zu Hautbräunung und zu Hautalterung. UV-B-Licht
ist kurzwelliger und veruracht Sonnenbrand und Hautkrebs.
- Sonnenbrand
der Augen: Exzessive UV-Bestrahlung (Sonne, Sonnenstudio) kann
zu Verbrennungen der Augenoberfläche (Hornhaut und Bindehaut) führen,
ähnlich zum Sonnenbrand der Haut. Das höchste Risiko besteht in Situationen
wie Schneelandschaften, in denen UV-Licht reflektiert wird. Obwohl
die Schneeblindheit (Photokeratitis) sehr schmerzhaft ist, kommt es
nach 2-3 Tagen zu einer Heilung. Längerdauernde Sonnenbestrahlung
kann zu Veränderungen wie Pterygium führen.
-
UV-Licht und Grauer Star (Katarakt): Grauer Star (Linsentrübung
oder Katarakt) ist eine wichtiges Gesundheitsproblem und die am häufigsten
durchgeführte Operation bei älteren Menschen. Global gesehen ist die
Katarakt die Ursache für die Hälfte aller Erblindungen und betrifft
20 Mio Menschen. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten zeigten den Zusammenhang
zwischen UV-Licht-Bestrahlung und der Kataraktentwicklung.
-
UV-Licht und Makuladegeneration: Die Makuladegeneration führt
zu einer Verminderung des zentralen Sehens und stellt die Hauptursache
dar für Blindheit bei Personen über 50 Jahren. In Laborversuchen konnte
nachgewiesen werden, daß UV-Licht und Blaues Licht zu einer Alterung
der Netzhaut und zu Makuladegeneration führt.
Personen
mit erhöhtem UV-Strahlenrisiko
- Patienten
mit bestimmten Augenerkrankungen
(Makuladegeneration und Netzhautdegeneration) benötigen grundsätzlich
immer UV-Augenschutz bei Aufenthalt im Freien.
- Patienten
nach Katarakt-Operation: Diese Patienten sind empfindlicher
gegenüber UV-Licht, da die natürliche Linse entfernt wird und in
der Regel durch eine Kunststofflinse ersetzt wird. Ältere intraokulare
Kunststofflinsen absorbieren weit weniger UV-Licht als herkömmliche
Brillen oder Plastiksonnenbrillen. Neue Intraokularlinsen weisen
nun einen UV-Lichtschutz auf. Falls Sie eine Katarakt-operation
mit älterer Intraokularlinse hatten, benötigen Sie eine Sonnenbrille
mit 100%-UV-Schutz.
- Kontaktlinsenträger:
Normale Kontaktlinsen schützen in der Regel die Augen nicht vor
UV-Strahlen. Viele Kontaktlinsen weisen jedoch einen UV-Schutz auf.
- Patienten
mit "Photosensitiven Medikamenten". Photosensitive Medikamente
führen zu einer höheren Empfindlichkeit des Auges gegenüber UV-Licht.
Patienten behandelt mit
-
Psoriasis-medikamente
-
Tetrazykline
-
Doxycyclin
-
Allopurinol
-
Phenothiazin
sollten bei Aufenthalt im Freien immer UV-Licht absorbierende
Gläser und einen Hut tragen
Infrarotstrahlen:
Infrarotlicht (Wärmestrahlen) sind unsichtbar und werden in der Regel
gut toleriert.
Empfehlung
- Schutz
vor UV-Licht und Blau-Licht aus medizinischen Gründen sinnvoll
-
Tragen eines Hutes redziert die UV-Belastung lediglich um ca 50%
- Sonnenbrille
mit UV-A und UV-B-Schutz ist empfehlenswert
- bei
erhöhter Sonnenbelastung (Strand, Schnee) sollte immer Sonnenschutzbrillen
mit 100% UV-A/ UV-B-Schutz und Seitenschutz getragen werden.
Richtige
Brille:
-
bei Kindern: nicht zu klein & nicht zu schwer, optimal: Kunstoffgläser,
Sportbügel, breites Aufsitzen auf Nasenrück
Richtige
Sonnenbrille · Kontaktlinsenträger
· Schwachsichtigkeit bei Kindern ·
"Grüner Star" (Glaukom) ·
"Grauer Star" (Katarakt) ·
Diabetische Retinopathie · Vitaminmangel
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